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Pressespiegel »Sternlesen 2026«

Pressekonferenz: Sternlesen Der Büchereiverband Österreichs (BVÖ) beteiligt sich erstmals an der Aktion „Sternlesen“ des Instituts für Narrative Kunst Niederösterreich (INK NÖ). Die Pressekonferenz dazu fand am 16. März 2026 in der Hauptbücherei Wien statt.
»Das Festival „Sternlesen“ macht anlässlich des Welttags des Buches am 23. April auf die Bedeutung des Lesens aufmerksam. Ausgewählte Autor:innen starten in ihren Bundesländern und lesen an verschiedenen Stationen in Österreich, darunter verschiedene öffentliche Büchereien. Dabei werden Bücher an das Publikum verschenkt und weitergegeben. Höhepunkt ist ein gemeinsamer Lese-Flashmob mit einer Abschlusslesung im Musil Haus in Klagenfurt.
Sternlesen und die Büchereien
Magdalena Schneider, die Leiterin der Hauptbücherei Wien, begrüßte die Anwesenden und führte als Moderatorin durch die Veranstaltung. Petra Hauk, Vorstandsmitglied des BVÖ und Leiterin der Stadtbücherei Eggenburg, sprach für die öffentlichen Bibliotheken und erläuterte die Unterstützung des Projekts:
„Für den Büchereiverband Österreichs ist diese Kooperation eine Herzensangelegenheit. ‚Sternlesen‘ ist weit mehr als eine charmante Kulturaktion – es ist ein wichtiges Gegengewicht in einer Zeit, die der französische Soziologe Philippe Corcuff als Ära des ‚Konfusionismus‘ bezeichnet. Er beschreibt eine Welt der systematischen Verwirrung, in der eine schlechte Nachricht die nächste jagt. Genau da bieten unsere öffentlichen Büchereien ein Gegengewicht, eine Verankerung in der Realität.“ Hauk betonte die Bedeutung der Literatur als „Medizin für Kopf und Herz“ und hob positive Nebenwirkungen wie Stressreduktion, Gehirntraining und Schulung von Empathie hervor.
„Das Buch ist kein verstaubtes Relikt, sondern eine Überlebensstrategie – für den Einzelnen und für eine demokratische Gesellschaft“, so Hauk. „Sternlesen schenkt uns Momente, in denen wir uns lebendig fühlen, weil wir gemeinsam lesen, zuhören und reflektieren. Es ist eine Einladung zur Entschleunigung, emotionalen Verarbeitung und geistigen Fitness.“
Unterstützung durch das BMWKMS
Anschließend begrüßte Antonia Rahofer vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS), Sektion IV – Kunst und Kultur, Abteilung IV/A/5 – Literatur und Verlagswesen, Büchereien, die Anwesenden. Sie beleuchtete die vielfältigen Funktionen des Lesens und unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung öffentlicher Bibliotheken. Aktivitäten wie Lesezirkel, Veranstaltungen und Austausch in Büchereien würden die Teilhabe und den sozialen Zusammenhalt stärken.
„Leseförderungsprogramme zu intensivieren, ist ein Teil unseres Regierungsprogramms und die Kooperation zwischen dem BVÖ und Sternlesen steht beispielhaft für einen Beitrag zur Leseförderung“, so Antonia Rahofer.
Funktionaler Analphabetismus
Danach hielt Angelika Hrubesch vom Lernraum Wien der VHS einen Impulsvortrag über den Anstieg des funktionalen Analphabetismus in Österreich. Sie erläuterte die Ergebnisse der PIAAC-Studie, nach der 29 Prozent der Erwachsenen über eine geringe Lesekompetenz verfügen. Hrubesch stellte einen Zusammenhang zwischen der sinkenden Lesekompetenz vor allem älterer Personen und den steigenden Leseanforderungen durch die Digitalisierung her.
Sie plädierte für einen Perspektivwechsel: Statt eines defizitorientierten Blicks sollen die Lebensrealitäten und Potenziale der betroffenen Menschen in den Mittelpunkt rücken. Es sei essenziell, Barrieren zu verringern, Teilhabe zu ermöglichen und Bildungsangebote zu schaffen – und dabei die Freude am Lesen zu fördern. „Menschen mit geringer Literalität können durchaus lesen, nur nicht so schnell oder gewandt wie andere.“
Lesen und Bildung
Anschließend sprach der Autor Ludwig Laher über die Faszination des Lesens und übte Kritik am Bildungssystem. „Lesen glückt erst, wenn man versteht“, betonte er. Digitale Technologien würden hingegen oft eine oberflächliche Nutzung statt eines nachhaltigen Erkenntnisgewinns fördern. Laher kritisierte zudem, dass Lehrpläne in der Schule die Freude am Lesen zu wenig berücksichtigen.
Literatur am Podium
Nach den Begrüßungen und Kurzvorträgen folgte ein Pressegespräch mit den Autor:innen auf dem Podium. Marlen Schachinger-Pusiol vom INK NÖ zeichnete die Entstehungsgeschichte des Festivals „Sternlesen“ nach. Ziel der Aktion ist es, Literatur erlebbar zu machen und auf die Bedeutung von Lesekompetenz aufmerksam zu machen. Sie stellte die Lese-Botschafter:innen für das Jahr 2026 vor. Die Autor:innen Irene Diwiak, Monika Krautgartner, Anna Ladurner, Elisabeth Lexer, Tina Strohmaier, Regina Klein und Markus Schupp sowie Marlen Schachinger-Pusiol selbst trugen persönlich Kurztexte vor. Schließlich berichteten die bisherigen Teilnehmer:innen Corinna Antelmann, Silvia Hlavin und Stefan Reiser von ihren Erfahrungen.« https://www.bvoe.at/news/pressemeldung/pressekonferenz-sternlesen
#sternlesen #welttagdesbuches #inknö #bvö
Lese-Flashmob und „Sternlesen“ zum Welttag des Buches in Klagenfurt
Gemeinsames Lesen am Bahnhofsvorplatz und literarisches Finale im MusilHaus mit zahlreichen Autorinnen und Autoren zum Welttag des Buches.
Zum Welttag des Buches, am 23.April, wird Klagenfurt zur Bühne für ein besonderes Literaturerlebnis. Beim „Sternlesen“ sind Literaturinteressierte eingeladen, gemeinsam ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Lesens zu setzen.
Den Auftakt bildet ein Lese-Flashmob am Bahnhofsvorplatz: Teilnehmer bringen ihr eigenes Buch mit, nehmen Platz und lesen gemeinsam still im öffentlichen Raum. Die Aktion soll die Gemeinschaft der Lesenden sichtbar machen und Aufmerksamkeit für das Kulturgut Buch schaffen.
Am Abend folgt um 19 Uhr das literarische Finale im MusilHaus in der Bahnhofstraße. Beim Lesungs-Dialog sind die Lese-Botschafterinnen 2026, Irene Diwiak, Monika Krautgartner, Anna Ladurner und Elisabeth Lexer, anwesend. Außerdem wirken Autorinnen und Autoren des Writers Space, darunter Margarita Kinstner, Anja Knafl, Herwig Oberlerchner, Martina Kircher, Gerhard Pleschberger und Jakob Pernull, sowie Marlen Schachinger-Pusiol mit.
Die Veranstaltung verbindet Lesen im öffentlichen Raum mit literarischem Austausch und lädt dazu ein, gemeinsam die Vielfalt der Literatur zu feiern. https://www.mein-klagenfurt.at/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldungen-maerz-2026/lese-flashmob-und-sternlesen-zum-welttag-des-buches-in-klagenfurt
Das Institut für Narrative Kunst Niederösterreich (INK NÖ) veranstaltet zum fünften Mal die Aktion „Sternlesen“.
ZWETTL. Am 21. April 2026 um 15:00 Uhr liest Marlen Schachinger in der Buchhandlung Tintenwald in der Landstraße 27 in Zwettl. Die Aktion „Sternlesen“ macht auf die Bedeutung des Kulturguts Buch und die wachsende Gefahr des sekundären und funktionalen Analphabetismus (derzeit 29 Prozent) aufmerksam. Sie ist ein dezentrales Festival des INK NÖ zum Welttag des Buches und findet vom 17. bis 23. April 2026 statt.
Spannende Lektüren
Im April sind in ganz Österreich Lese-Botschafterinnen unterwegs und feiern mit ihren Leserinnen und Lesern einen Monat lang den Welttag des Buches. Sie starten in ihrem jeweiligen Heimatbundesland und lesen an besonderen Orten wie öffentlichen Büchereien. Finaler Treffpunkt ist erstmals das Musil Haus in Klagenfurt, wo ein Lese-Flashmob und eine Abschlusslesung stattfinden. Im Gepäck haben sie eigene sowie ausgewählte fremde Werke, die sie an all ihren Stationen nach Kurzlesungen an interessierte Literaturliebhaber verschenken. Sie sprechen über die entspannende Kraft der Lektüre, über die Bereicherung des Lebens durch Fiktion und feiern gemeinsam das Kulturgut Buch. https://www.meinbezirk.at/zwettl/c-lokales/sternleseaktion-in-der-buchhandlung-tintenwald-in-zwettl_a8502965
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