Home | Impressum | Kontakt

LOGO INK

Sitemap

 

Home
Philosophie
Kontakt/Eckdaten/Konto
Anmeldung
Pressespiegel
INK – Lehrangebote
Literarisches Schreiben
Kinder & Jugendliche
p[art] – Kooperation 2015–2017
2. Projektjahr
NOE Forschungsakademie Narrative Kunst
Lehrgang »Literarisches Schreiben«
Termine
Requiem: Fortwährende Wandlung
Eckdaten des Projekts »Requiem«
Presseinformation
Die Literat/innen des Projekts und ihr Bezug zum Thema
Markus Orths
Marlen Schachinger
Michael Stavarič
Wintersemester 2017/18
DozentInnen des INK
Veranstaltungen
Publikationen, Filme, Forschungsarbeiten
Newsletter
Kooperationen/L.INK.s
Archiv: Abgeschlossene Projekte
Sommersemester 2017
Seminar in Henndorf
Wintersemester 2016/17
INK NÖ macht Schule: Culture Connected III
INK NÖ macht Schule: Culture Connected II
INK NÖ macht Schule: Culture Connected I
EU-Projekte
Grundtvig–Lernpartnerschaft: MITEK
Hierzulande/Andernorts
»Wir hier …« Ein Dorf, ein Werk
Culture Connected 2015: »Wenn die Nacht keine Tür …«
Schreibakademie Laa/Thaya (Jugendliche)
WortFelder–LandStriche – die SommerAkademie im Weinviertel
FAQ zur SommerAkademie
Sommer 2016
Sommersemester 2016
Wintersemester 2014/15: INK NOE in Wien
Sommersemester 2015: INK NOE in Wien
Wintersemester 2015/16: INK NOE in Wien
Sommersemester 2015: INK NOE in NOE

p[art] in Staatz / 2. Projektjahr

 

15.2. / 1. Termin:
Michael Stavarič: entfallen / wurde danach eingebracht
Wir haben uns damit beschäftigt, welche Geschichten in Wörtern stecken und was sich aus einzelnen Worten ableiten lässt. Erzählt vielleicht schon ein einzelnes Wort eine ganze Geschichte? Und lässt sich diese Zeichnerisch darstellen? Und welche Geschichten lassen sich mit Klängen erzählen? Diesbezüglich wurden den Kindern diverse Soundfiles vorgespielt, wo es neben dem Ratespaß (welches Geräusch zu welchem "Ding" gehört) auch um eine Schärfung der Sinne ging. Wir er-lesen, er-zeichnen und er-hören uns die Welt.

Marlen Schachinger:
Als Einstieg in die heutige Aufgabe begannen wir mit einem Brainstorming zu den Termini ›Februar‹, ›Morgen‹, ›Valentinstag‹ und ›Frühling‹. Jede/r notierte hierzu innerhalb von 5 Minuten alle Begriffe, die ihm oder ihr einfielen, bevor das nächste Wort folgte …
Alsdann sprachen wir darüber, warum wir manche Geschichten spannender finden als andere, wie müssen sie beschaffen sein, damit sie uns fesseln. Wir sprachen über Identifikationsfiguren, die Kunst der Vorahnungen und Vorgriffe, ansteigende Ereignisse, wie muss das Erzähltempo beschaffen sein, damit ein Spannungsbogen gegeben ist und welche Formen kann dieser annehmen (Cliffhanger, retardierende Momente, Anfänge, Enden …)

Die Schüler/innen bildeten sechs Kleingruppen. Die Vorgaben für die zu erarbeitende Geschichte waren:
1. Am Morgen des Valentinstags begann der Frühling.
2. ein völlig unwahrscheinliches und dennoch mögliches Ereignis
3. ein wahrhaft unmögliches Ereignis
4. eine Figur spricht ausschließlich in Reimen
5. Spannungsbogen

Sie hatten sich für eine äußere Form zu entscheiden:
Welche Gattung bevorzugen sie: eine Erzählung, ein Theater- oder ein Hörstück.
Welche Form des Spannungsbogens?
Wie integrieren sie die Geschichte Valentins: Valentin von Rom soll als Priester Paare trotz des Verbots durch Kaiser Claudius II. nach kirchlichem Ritus getraut haben. Dabei soll er den Paaren auch Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, standen der Überlieferung nach unter einem guten Stern.

Als nächstes definierten die Kinder die Eckpfeiler ihres Arbeitsvorhabens in drei Sätzen, danach legen sie den Ort sowie das Figurenarsenal fest.

Von diesem Punkt aus werden wir das nächste Mal weitermachen …



7.3. / 2. Termin:

Michael Stavarič:
Wir beschäftigen uns mit der Weltschöpfung, eine ganz eigene individuelle Welt wollte entworfen werden. Hierzu wurden mit Schallplatten perfekte Kreise gezogen und daraufhin eine Liste erstellt: Was sollte in meiner Welt alles zugegen sein …? Danach schnitten wir uns aus alten Landkarten eigene Kontinente und Inseln zurecht, erstellten eine Infrastruktur, versteckten einen Schatz und schufen Tiere, Menschen, Strom, Wasser, Züge, Flugzeuge, Spielzeug und Häuser.. die Kinder mussten sowohl selbst zeichnen, als auch collagieren.

Marlen Schachinger:
Wir arbeiteten an den Hör- und Theaterstücken, den Erzählungen rund um Valentin weiter. Ein Bauplan wurde von jeder Gruppe entwickelt, in dem Ort, Zeitebene, Erzählinhalt und Figureninventar jeweils vermerkt wurden. Dann begannen wir mit der Arbeit am Text, eine Erstfassung sollte entstehen. Hierzu war es nötig darüber nachzudenken, was denn eine Regieanweisung ist, wie man einen Dialog schreiben könnte und wie Geräusche vermerkt werden sollten. Eine Gruppe, welche an einem Musical arbeitet, kämpft besonders mit der Verschriftlichung der Gesänge, im Wechsel mit den Sprechabschnitten …



4.4. / 3. Termin:
Michael Stavarič:
In der letzten Stunde haben wir uns mit der Erfindung einer Geheimsprache auf Ebene von Gesten und Bewegungsabläufen beschäftigt, die allesamt dazu dienen, bestimmte Sätze "pantomimisch" darstellen zu können. Dies alles dient als eine Art "Eselsbrücke", um sich zusätzlich onomatopoetische Laute zu merken, inklusive der jeweiligen Länder und Sprachen. Beispiel: Das Brüllen des Tigers auf Indonesisch lautet "ngaung". Der pantomimische Satz dazu: Mein Tiger jagt auch Pinguine. In der nächsten Stunde erwartet die Kinder ein kleiner Test diesbezüglich, wer sich tatsächlich was merken und als Bewegungsablauf verinnerlichen konnte.

Marlen Schachinger:
Noch einmal Valentin, mittlerweile sind die Kinder bei Bühnenbild und Kostüm angelangt. Es ist erstaunlich und fasziniert zugleich, wie sie sich für ihre Idee engagieren, sodass man manchmal gezwungen ist, ihnen Boden zu verschaffen. Die ersten Gruppen tippen bereits ihre Texte ab. Angeregt durch Fragen zu Details des Verlaufs lernen sie, einen vermeintlich fertigen Text zu bearbeiten, wenn Inhalte sich nicht vom Schreibenden zum Lesenden übertragen. Spannend, wie lange sie an ihrem Werk zu arbeiten bereit sind, manche treffen einander außerhalb der Schule, um Textpassagen oder Melodien weiterzuentwickeln … FEIN!


18.4. / 4. Termin
Michael Stavarič:
heute haben wir uns mit der begriff "story-board" beschäftigt, was das überhaupt ist und wie man damit arbeiten kann. doch zunächst gab es einen test - die onomatopoetischen laute wurden wiederholt, die geheimsprachesätze wurden erneut einstudiert und es gab eine römische I. für das ergebnis. danach wurde ein kleiner film als story-board konzipiert. jedes kind bekam ein bild der geschichte zu malen, alle gemeinsam kreierte zuvor die geschichte, die zunächst auf der tafel skizziert wurde, danach wurden die stellen nach und nach mit den realen bildern ausgefüllt. eine frau namens susanne erlebt ein paar kleine abenteuer, mit ihrem hund und papagei.

Marlen Schachinger:
Valentin final, einstudieren, Proben, was ist Requisite und wie komme ich bloß so hurtig aus dem Kleid … Die Generalprobe am Ende unserer Einheit zeigte, was alles noch zu bedenken. Dass wir nicht nur die Pause, sondern auch noch den Beginn des Sachkundeunterrichts danach okupierten, verzieh uns die Lehrerin lachend, die darüber staunte, wie erfinderisch diese Kinder waren, im Zusammensuchen ihrer Hüte und Kleider, Tücher und eines Kuchens: Den hatte eine Schülerin allein gebacken – und er schmeckte köstlich und stärkte famos für alle Vorbereitungen zu unserem finalen Akt :-)


13.6. / 5. Termin
Michael Stavarič:
In der heutigen Unterrichtseinheit widmeten wir uns den Vorbereitungen auf die Präsentation unserer gemeinsamen
Arbeit vor Eltern, Lehrer und den anderen Schülern. Wir präsentierten in Folge unsere Geheimsprache, zeigten unsere Fremdsprachenkenntnisse und ließen unsere Erdkugeln aufmarschieren - eine Kreation, bei der jedes einzelne Kind seine eigene Welt entwarf. Natürlich blieb auch noch ein bisschen Zeit, um was Neues zu wagen. Ausgehend von meinem neuen Kinderbuch "Milli Hasenfuß" (einer Geschichte, in der es um einen Angsthasen geht), bekamen die Kinder die Aufgabe gestellt, ein gutes Versteck für einen Angsthasen zu entwerfen.

Marlen Schachinger:
Große finale Präsentation der vierten Klassen. Eine knappe Stunde lang zeigten sie ihren Eltern und Geschwistern sowie der ersten Klasse die Theaterstücke und Hörgeschichten, mit viel Phantasie, Spaß an der Sache und Improvisationstalent, falls einmal ein Requisit nicht auf der Bühne landete oder einem ein Wort nicht einfallen mochte. Lampenfieber gehörte natürlich auch dazu. Ebenso wie der Applaus. Und dann ging es an Abschiedsnehmen – von ›meiner Klasse‹ …


Schuljahr 2016/17:
1. Termin
Michael Stavarič:
Wir haben uns mit dem Buch "Darf das Ungeheuer rein?" von Ute Krause beschäftigt, das die Geschichte eines Jungen erzählt, der von seiner Mutter darauf hingewiesen wurde, während ihrer Abwesenheit auf gar keinen Fall jemandem die Tür zu öffnen. Doch es klopft schon bald ein Ungeheuer, das ins Haus möchte. Der Junge lässt sich ständig neue Ausflüchte einfallen, warum er diesem nicht die Tür öffnen mag, malt sich auch immer wieder aus, was passieren würde, wenn er dem Ungeheuer tatsächlich die Tür öffnen würde. Selbstverständlich stellt sich der Junge das Ungeheuer sehr gruslig vor, auf alle wartet am Ende eine große Überraschung. Wir haben, nach mehrmaliger Lektüre, selbst ein Ungeheuer gebastelt, das sich hinter einer Tür versteckt: Auf ein Blatt Papier wurde eine Tür gezeichnet und verziert, auf einem zweiten dahinter ein Ungeheuer. Die Tür wurde aufgeschnitten - und schon ließ sie sich öffnen und jeder konnte einen Blick auf die Ungeheuer dahinter erhaschen.

Marlen Schachinger:
Ich übernehme in diesem Schuljahr die erste Klasse. Um einander kennenzulernen verfertigt jedes Kind eine Collage als Selbstporträt und erzählt allen in der Klasse von sich. Danach wandern wir mit dem Geschichtenwürfel und den Wortkärtchen zum bereits erlernten Buchstaben M in den Sitzkreis. Reihum wird gewürfelt und die gemeinsame Geschichte weitergesponnen, je nachdem, was der Würfel anzeigt, wird der Geschichte ein Mensch, ein Tier, ein Sprechakt, eine Frage oder ein Begriff der Wortkärtchen hinzugefügt und damit ein Satz gebildet. Rasch verstehen die Kinder bereits das System und erfinden eine spannende Abenteuergeschichte rund um eine Streitsituation: Wem gehört die Milch? Wer darf sie trinken, wenn alle Tiere sie haben wollen?

2. Termin:
Michael Stavarič:
Wir begannen den Unterrichtstag mit der Wahl des schönsten, grusligsten, spannendsten Ungeheuers, alle Kinder hatten eine Stimme (und durften nicht für das eigene Ungeheuer voten). Das Siegerungeheuer soll im Rahmen eines kleinen Theaterstücks kreiert und von einem der Kinder gespielt werden. Im Zuge dessen wurden die Kinder in Gruppenarbeiten gebeten, eine kleine Ungeheuer-Geschichte zu entwickeln. Über die beste Geschichte wurde ebenfalls abgestimmt. Und diese wurden in unterschiedlichsten Besetzungen nachgespielt. Fazit: Was passiert wohl, wenn ein Fasan und ein Junge auf ein Ungeheuer treffen? (Im Schulhof ließ sich nämlich tatsächlich während des Unterrichts ein Fasan blicken und es war eine Herausforderung, diesen in die Geschichte einzubauen.

Marlen Schachinger:
Zu der beim letzten Termin entwickelten Geschichte, die wir zuvor nochmals memorieren, ebenso wie das Hintergrundwissen zur Collage, zeichnet nun jedes Kind ein Bild des gemeinsamen Buches: 16 Seiten und der Text wird gemeinsam geschrieben, wobei es jedem Schüler und jeder Schülerin obliegt, die mittlerweile bereits erlernten Buchstaben M und A in den Text zu schreiben. Auch das Countdown einzählen wird spielerisch erprobt und klappt schon großartig. Alsdann geht es wieder mit dem Geschichtenwürfel in den Sitzkreis. Dieses Mal wird eine Familiengeschichte angedacht: Mona und Mario begrüßen den heimkehrenden Vater Thomas, gemeinsam mit der Mutter Susi setzen sie sich zum Memoryspiel, als die Katze Roxy aus dem Haus schleicht … Da uns die Zeit zu knapp wird, erhält jedes Kind die Aufgabe, die Geschichte weiterzuerzählen.


3. Termin:
Marlen Schachinger:
Eingangs memorieren wir die Buchstaben, welche die Kinder bereits schreiben können: M, A, L, E, N, O, I, T, S. Sie bilden alsdann zweier bzw. 3er Gruppen um zu ›tuscheln‹: Zehn Minuten lang haben sie Zeit, mit den Buchstaben, die sie bereits können, Wörter zu notieren, so viele wie irgend möglich. Diejenige Gruppe, welche die meisten Wörter gesammelt hat, darf als erste vorlesen, die zweite als zweite usw. Danach bilden wir ein Schlangenpost: Das letzte Kind in der Schlange flüstert demjenigen vor sich ein Wort ins Ohr, welches die gesamte Klasse schon schreiben kann, das Wort wird von Kind zu Kind nach vor gegeben und weitergeflüstert: Welcher Begriff kommt vorne an? Final wurde sogar ein Satz weitergegeben: ›Tante Lilli malt lila Lamas mit Lineal.‹ Ganz schön schwierig, sich einen vollständigen Satz zu merken!
Auf Basis der Geschichte des letzten Mal entwickeln die Kinder ihr eigenes Fortsetzungscomic, denn: Wie geht die Geschichte Monas, Marios und – um das Schreiben zu üben, wurden die Eltern kurz umbenannt in Lena und Noah – weiter?


4. Termin:
Michael Stavarič:
In unserer letzten Einheit vor Weihnachten haben wir uns damit beschäftigt, wo man denn überall alternativ ein Weihnachtsfest ausrichten könnten. Die Kinder erstellten Vorschläge wie: Sonne, Zahnarztpraxis, Traktoranhänger, Rakete, Swimmingpool und so weiter. Alle durften von dieser Liste einen dieser Orte auswählen, der zeichnerisch (inklusive Weihnachtsfeier) dargestellt werden musste. Zudem musste jedes Kind eine zugehörige Weihnachtsgeschichte schreiben, die dann auch präsentiert wurde.
 

Marlen Schachinger:
Wir begannen die Einheit mit den Geschichten der Kinder, welche die Eltern zum Fortsetzungscomic für sie niederschrieben. Alsdann erzählte ich ihnen die Weihnachtsgeschichte »Das Geschenk der Weisen«: Ein junges Ehepaar, arm, aber glücklich leben sie möbliert. Ihr einziger Besitz ist die goldene Uhr des Vaters, die Jim geerbt hat und Dellas wunderschönes, langes Haar. In Liebe einander zugetan, überlegt jeder von beiden im Stillen, was der jeweilig andere sich wahrhaftig wünschen würde, um das Innige in der Beziehung, welches sie selbst zuvor bekamen, zu vergelten. Die Frau verkauft ihr Haar, um ihrem Mann eine Uhrkette zur Taschenuhr zu ermöglichen, der Mann gibt die Uhr in Pfandleihe, um ihr schöne Steckkämme zu ermöglichen. Als er am 24. Dezember von der Arbeit nach Hause kommt, entdecken sie, was geschah und begreifen zugleich jedoch aufs Neue die Liebe des jeweilig anderen … Basierend auf diesem klassischen Stück Weihnachtsliteratur sprachen über Wünsche und Weisen, über die drei Weisen aus dem Morgenland. Danach zog jedes Kind den Namen eines anderen Kindes aus der Klasse. Für dieses Kind sollte es eine Geschichte erfinden, welche dem anderen gefallen könnte und dazu eine Zeichnung fabrizieren. Die kurzen Texte wurden einander vorgelesen, das beschenkte Kind bekam Zeichnung und Text. Final schrieben die Kinder ›Wunschzettel‹: Doch nicht, was sie sich wünschten, sollte auf diesen Blättern vermerkt werden, sondern was sie ihren Müttern, ihren Vätern wünschten: Sei es mehr Zeit, einen weiteren Acker, Kinder die nicht streiten oder dass Mutter das Auto nicht verkaufen müsse, eine Putzfrau oder Frieden. Sie bastelten ein Kuvert und durften ihre ›Wunschzettel‹ sogleich mitnehmen.

Texte der 4. Klasse, Juni 2016, zur Vorbereitung der Inszenierung, die sie für das Publikum eigenständig umsetzten, sei es in Form einer Inszenierung oder einer Lesung:




Tobias, Thomas, Dominik R.

ENTFÜHRUNG CLEOPATRAS




Am Morgen des Valentinstages begann der Frühling. Obelix hatte vor einer Stunde einen Liebesbrief mit der Post bekommen. »Juhu, das ist mein erster Liebesbrief«, schrie Obelix und freute sich gewaltig, denn außen auf dem Kuvert stand in großen Buchstaben: LIEBESBRIEF. Im Brief stand, dass Cleopatra Obelix zu sich in ihren Palast nach Ägypten eingeladen hatte.
Obelix fuhr mit dem Boot über das Meer nach Ägypten. Er ging zu Cleopatras Palast, doch dort fand er sie nicht, sondern einzig einen weiteren Brief, der auf einem Tisch lag. Dieser war aber kein Liebesbrief. In dem Brief stand: »Ich habe Angst, dass mich die Wächter entführen wollen.«
Obelix sah sich um. Niemand war im Palast. Keine Wächter, keine Cleopatra. In der Stadt befragte er alle Leute, die er traf, wo Cleopatra sein könnte. Plötzlich begann es, Steine zu regnen! Das dauerte eine ganze Stunde lang, erst danach konnte Obelix weiter nach Cleopatra suchen.
vor dem Eingangstor einer Pyramide standen zwei Wächter und bewachten den Zugang. Obelix dachte: Da muss Cleopatra sein! Obelix fragte den Wächter: »Darf ich da hinein?«
»Darauf sag’ ich: Nein!«, antwortete der Wächter.
Obelix, der als Kind in den Zaubertrank gefallen war, ballte die Hand zur Faust und versetzte dem einen Wächter einen Kinnhaken, sodass dieser über die Pyramide bis in die weiteste Ferne flog. Der zweite Wächter bekam eine Ohrfeige von Obelix und ging sogleich in die Knie.
Obelix öffnete das Tor und ging in die Pyramide, in der es gar nicht so dunkel war, wie Obelix befürchtet hatte. Er sah viele Gefängniszellen. In einer entdeckte er Cleopatra. Die Tür der Zelle war verschlossen, aber das störte Obelix nicht. Er bog die Metallstäbe auseinander. So konnte Cleopatra, die sehr dünn war, zwischen den Gitterstäben hindurchschlüpfen, und Cleopatra bedankte sich bei Obelix, dass er sie gerettet hatte. Sie küsste Obelix, der sehr rot wurde und große Augen machte. Er küsste Cleopatra. Nachher fragte er: »Willst du mich heiraten?«
Cleopatra antwortete: »Ja!«
Im Palast gab es ein großes Fest, das einen ganzen Monat lang dauerte.


Markus, Dominik, Alex

Der Fettheitstrank


(Theaterstück)



1. Akt:
In einem Labor steht Dr. Reimrätsel. Vor ihm an seinem Arbeitstisch stehen viele Flaschen mit Flüssigkeiten. Er leert alle in Flüssigkeiten in einen großen Kessel.

Dr. Reimrätsel: Wenn dieser Trank fertig ist,
dann steht Linkenstein in Mist!
Ha, ha, ha, ha!!!
(Dr. Reimrätsel verlässt die Bühne)

2. Akt:
Bei Dominik Zuhause. Alex ist zu Besuch. Sie lümmeln am Sofa.
Dominik: Alex? Ist dir langweilig?
Alex: Ja! Es gibt im Moment für einen Superhelden nicht viel zu tun!
(Vor dem Fenster fliegt ein UFO vorbei.)
Dominik: Was ist denn das?
Alex: Das ist die Superheldensirene. Wir müssen los!
Dominik: Folgen wir dem UFO!

3. Akt:
(Im UFO sitzt Dr. Reimrätsel.)
Dr. Reimrätsel: Fett wird die ganze Welt,
und ich bekomme ganz viel Geld!
Ich habe eine neue Idee.
Ich mache meine Frau fett mit einem Tee.
(Alex und Dominik folgen dem UFO fliegend.)
Dominik: Schnappen wir uns den dummen Dr. Reimrätsel!
(Dr. Reimrätsel bemerkt die Verfolger.)
Dr. Reimrätsel: Verflucht! Da kommen die zwei Superhelden, die sich zur Hilfe melden.
(Er blickt nach unten, sieht seine Frau.)
Dr. Reimrätsel: Meine Frau ist da! Dann sag’ ich Hurra!
(Dr Reimrätsel wirft das Zaubermittel hinunter.)
Alex: Ergib dich, Dr. Reimrätsel!
Dominik: Das ist ein blöder Spruch, Alex.
Alex: Schützen wir diese Frau!
(Alex fängt den Trank in letzter Minute. Er wirft den Trank zu Dr. Reimrätsel.)
Dr. Reimrätsel (schreit): Neiiiiiiiiiiin!!!!!!!!!
(Die Flasche zerbricht. Sofort wird Dr. Reimrätsel ganz dick.)
Dr. Reimrätsel: Oooohhhhh!!!!!
(Er fällt hinunter, denn er ist für das UFO viel zu schwer.)
(Dominik und Alex sehen ihm zu.)
Dominik: Hoffentlich kommt er nie wieder.
Alex: Und das war das Ende, Leute!



Peter, Fabian, Nadine, Gabriel

Die falsche Hochzeit
(Theaterstück)



1. Akt:
Im Vorgarten von Valentins Haus: Rosen, seitlich ein Weg führt zur Haustür. Ein junger Mann namens Dominik kommt. Er klopft an die Tür. Julia, Valentins Tochter, öffnet.
Julia: Was willst du hier?
Dominik: Ich hole Blumen für meine Mutter. Kannst du deinen Vater holen?
Julia: Natürlich.

Julia geht ins Haus, holt den Vater. Dominik wartet. Valentin kommt zur Tür.

Valentin: Guten Morgen, Dominik. Du brauchst Blumen für deine Mutter?
Dominik: Ja. Ich möchte 25 rote Rosen.
Valentin: Hier hast du deine roten Rosen.
Dominik: Dankeschön.

Dominik geht weg.

Valentin geht in Julias Zimmer:

Valentin: Den wirst du mir nicht heiraten!
Julia: Ich kann heiraten, wen ich will!

2. Akt:
Julias Zimmer: Türkise Wände, graues Bett, Schreibtisch.
Valentin klopft an Julias Zimmertür.
Julia öffnet die Tür ihres Zimmers.

Valentin: Du heiratest den Königssohn!
Julia: Niemals!

3. Akt:
Julia und Dominik gehen in den Palast. Sie bringen dem König die Steuern in einem Geldsack.

König Gabriel: Bringt ihr mir Valentins Steuern?
Julia & Dominik: Ja.

König Gabriel geht mit dem Geldsack weg.
Der Königssohn Max kommt.

Max: Niemals werde ich heiraten dich, sieh dich doch einmal an,
mit deinem hässlichen Gesicht!

Julia: Du siehst auch nicht gerade besser aus!

4. Akt:
In Dominiks Zimmer. Julia schreibt Valentin einen Brief. Wir erfahren nicht, was er schreibt.

Im Vorgarten Valentins: Max steht Valentin gegenüber.

Max: Nie nie nie
niemals heirate ich die!
Ist doch hässlich wie ein Schwein,
da bleib ich lieber allein.

Valentin zu sich:
Valentin: Was soll das nur werden? Aber ich kann mich nicht darum kümmern. Ich muss doch jetzt Franziska und Tobias trauen, und du bist der Trauzeuge …

Er eilt weg. Max an seiner Seite, denn er soll Trauzeuge sein.
Im Pfarrgarten, Valentin kommt herbeigeeilt. Er ist vom Gespräch mit max noch verwirrt. Zwei Personen stehen im Garten, eine junge Frau und ein junger Mann.
Valentin: Willst du diese Frau hier heiraten?
Dominik: Ja, ich will.
Valentin: Willst du diesen Mann hier heiraten?
Julia: Ja, ich will.

5. Akt:
Im Pfarrgarten.
Julia Und Dominik: Du hast uns gerade getraut!
Valentin will wütend sein, aber er kann nur liebevoll reden.



Andreas, Juso, Lea

Die Entführung



An einem schönen Tag war Katharina in der Stadt, um sich ein Brautkleid zu kaufen.
Darf Ranger beobachtete sie und meinte zu seinen Untertanen: »Bringt mir Katharina in ein Schloss. Als Belohnung bekommt ihr ein Ross!« In der Nacht entführten die Untertanen Katharina. Als Fantomias entdeckte, dass Katharina nicht in ihrem Bett war, setzte er sich in seinen Jet und flog nach Miami Beach. Er stieg aus, er entkoppelte den Bienenbohrer und fuhr damit zum Schloss, in dem Darf Ranger wohnte. Er sah Wachen vor dem Schloss. Er schoss sie nieder. Als er sich an allen Wachen vorbei und durch alle Sicherheitssysteme durchgekämpft hatte, sah er Darf Ranger. Er war gerade dabei, Katharina mit einer Räuberkette umzubringen. Katharina schrie: »Hilfe! Hilfe! Hilfe!«
Als Darf Ranger sah, dass Fantomias da war, sagte er: »Geh weg von dem Tisch, sonst bist du ein Fisch!«
Fantomias sprach: « Sei leise du Reimfisch, ich möchte dich nicht!«
Fantomias schoss Darf Ranger nieder und nahm Katharina mit.
Schon am nächsten Tag heiratete Fantomias Katharina.



Nathalie, Lisa, Verena:

DIE VERBOTENE HOCHZEIT




1. Akt
In einem Gasthaus am Land. Der Wirt steht hinter der Theke. Noch ist die Bühne dunkel.
Ein ERZÄHLER aus dem OFF:

Erzähler: Im Jahr 269 sprach der Kaiser Claudius II das Gebot aus, dass kirchliches Heiraten verboten sei.

Vitus Zitrone (007) tritt auf.

007: Heute ist ein heißer Sommertag, am besten gehe ich ins Wirtshaus, um ein Glas Wasser zu trinken.

(Vitus Zitrone betritt das Gasthaus, er setzt sich an einen Tisch.)

cool: Hallo, willkommen im Gasthaus Momo. Was willst du denn speisen?
Du kannst auch woanders hin reisen.
Ich bringe dir das Essen.
Du isst dich jetzt mal satt.
und hast du dann noch Hunger,
dann bring’ ich dir ein Blatt.

(007 ist irritiert, er steht auf, will schon wieder gehen.)

Ich habe doch gesagt, du kannst hier speisen,
schmeckt es dir nicht,
kannst du auch wo anders hin reisen.
007: Ich habe Hunger, Hunger, Hunger,
habe Hunger, Hunger, Hunger,
habe Hunger, Hunger, Hunger,
habe Durst.
2005: Ich wil Spaghetti, ghetti, ghetti,
will Spaghetti, ghetti, ghetti,
will Spaghetti, ghetti, ghetti – Bolognese.
007: Wer bist du? Willst du morgen mit mir in den Rosengarten gehen?
2005: Ich bin Magdalena Posch und du?
007: Ich heiße Vitus Zitrone. Und willst du?
2005: Ja, gerne.

2. Akt:
2005: Wie hast du das gemacht?
Das ist wunderschön.
007: Ich bin einfach gut.
Willst du ein Stück Brot?
2005: Ja, gerne … Mmmmmm, das schmeckt lecker.
007: Hier hast du ein Glas Wein.
2005: Danke.
007: Willst du mich denn heiraten,
Heiraten, heiraten,
ich wünschte mir du sagtest ja, ja, ja, ja,
ja, ja, ja.
2005: Soll ich jetzt antworten?
007: Wenn du willst dann ja …
2005: Naja.
007: I: Bitte, bitte, sage ›ja‹, sage ›ja‹, sage ›ja‹ :I
2005: Ja, das ist der schönste Tag, schönste Tag, schönste Tag.
Ich liebe dich!

3. Akt:
Vor der Arena:
Erzähler: Nun sagte der Wirt dem Kaiser, alles, was er gesehen und gehört hatte …

cool: Du musst den Löwen besiegen, um Magdalena zu heiraten.
007: Von wem weißt du das?
cool: Ich habe euch gestern nachspioniert,
alles gesehen, es ist nun geschehen.


4. Akt:
2005 ist traurig, sitzt weinend in der Arena

2005: Vitus! Du schaffst das!

Verschiedene Geräusche wie ›aua‹, ›oh‹ sind zu hören.

007: Jaaaaa! Ich bin der Sieger!
2005: Vitus, ich habe gewusst, du schaffst das.
(Umarmung)
cool: Tssss


5. Akt:
Im Rosengarten, Musik erklingt.
Die Braut geht nach vorne zum Bräutigam.
cool: Wir haben uns hier versammelt, um zwei Menschen, die sich besonders lieben, in den heiligen Stand der Ehe zu begleiten. Willst du, Vitus Zitrone, die hier anwesende Magdalena Posch zu deiner Ehefrau nehmen, sie lieben und ehren, bis der Tod euch scheidet, so antworte mit einem lauten und deutlichen ›Ja.‹.
007: Ja, ich will!
cool: Willst du, Magdalena Posch, den hier anwesenden Vitus Zitrone zu deinem Ehemann nehmen, ihn lieben und ehren, bis der Tod euch scheidet, so antworte mit einem lauten und deutlichen ›Ja.‹.
cool: Nun dürft ihr euch küssen.



Ciara, Vanessa, Nina:

Der unmögliche Noah



1. Akt:
An einem windigen Sommertag in einem Kaffeehaus in einem Dorf: ein junges Mädchen namens Lara (16) sitzt an einem Tisch und liest ein Buch, immer wieder blickt sie auf, sieht sich um.
Das Buch langweilt sie ganz offensichtlich. Tara und Clara, zwei Freundinnen (16) kommen. Sie sehen sich im Kaffeehaus um. Alle Tische sind besetzt, nur bei Lara sind noch zwei Stühle frei.
Tara: Schau da sitzt ein Mädchen ganz allein komm komm wir schauen mal rein.
Clara: Sind da noch zwei Stühle frei?
Lara (schüchtern): Ja, setzt euch.
Clara & Tara: Wie heißt du?
Lara: Ich heiße Lara und ihr?
Clara: Ich heiße Clara und das ist Tara.
Tara: Wie alt bist du?
Lara. Ich bin 16 – und ihr?
Clara: Wir auch.
Die Kellnerin: Was möchtet ihr drei denn trinken?
Tara: Ich mag einen Tee, meine Freundin nimmt Kaffee.

(Die Kellnerin geht, kommt wenig später mit den Getränken.)

Kellnerin: Wollt ihr einen Muffin?
L/C/T: Ja.

2. Akt:
Eine Bank im Park, die drei Mädchen sitzen dort, LARA sitzt neben Clara – plaudern.
Laras Handy signalisiert eine WhatsApp-Nachricht. Sie sieht auf ihr Handy.

PLAKATTRÄGER: ›Wollen wir uns morgen im Park treffen?‹

(Cara liest mit.)

Clara: Du … Lara … Woher kennst du Noah Neckam?
Lara: Ds ist mein Freund.
Clara: Nein. Das ist MEIN Freund. Und zwar seit einem Jahr!
Lara: Das glaub ich dir nicht. WIR sind seit einem Monat zusammen. Und er hat mir gesagt, dass seine Ex-Freundin die Trennung nicht akzeptieren will. Du bist das also! Die Ex, die immer nervt.

(Clara springt auf, läuft weg. Tara ihr nach.)

(Lara sitzt da, starrt auf das Handy, plötzlich beginnt sie konzentriert und mit immer wütenderem Gesicht zu tippen.)

3. Akt:
Noch im Park: Clara läuft und Tara folgt.

Tara: Warte! Bleib stehen!
Clara schnieft.
Tara: Du weißt doch gar nicht, ob Lara wirklich so eine Schlange ist. Vielleicht hat Noah sie einfach auch genau so belogen, wie er dich belogen hat!
Clara: So oder so: Schluss ist mit ihm. Den will ich nie mehr wieder sehen. Ab in die Wüste!
Tara: Das finde ich gut.


4. Akt:
Tara sitzt in ihrem Zimmer, und telephoniert.

Tara: … echt? Du hast dich auch von Noah getrennt … Ja - ich glaube dir ja, dass du nichts gewusst hast … woher denn auch? … Clara ist echt wütend und sehr traurig … Ruf sie doch an und rede mit ihr.


5. Akt:
Am nächsten Morgen in der Schule, alle drei Mädchen sehen sehr müde aus. Tara und Clara kommen von links, Lara von rechts.
Ein Junge kommt ›vorbei‹ (IM PUBLIKUM).
Clara und Lara: Ist der süüüüüüüüß!!!!!!!!
Tara: Oh Gott