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p[art] – eine Kooperation mit der VS-Staatz

 




Wir freuen uns sehr über die gewährte Förderung seitens KulturKontakt Austria für unsere 3-jährige Partner/innenschaft mit der VS-Staatz im Rahmen von »p[ART]–Partnerschaften zwischen Schulen und Kultureinrichtungen / 2015-2017«! Michael Stavarič sowie Marlen Schachinger werden mit den Kindern der 3. und 4. Klasse der Volksschule Staatz, die sich als Schulmotto »Kunst und Kultur« wählte, zusammenarbeiten. Eine spannende Zeit im Fabulatorium liegt vor uns!

ICH WEIß, ICH WEIß, was du nicht ahnst …!

ERSTES HALBJAHR

1. Termin
/ Michael Stavarič & die Kinder der 4. Klasse:


Ich habe mich zunächst in meiner Klasse mit der Onomatopoesie beschäftigt -
anhand dieser lässt sich die Verschiedenartigkeit von Sprachen ganz wunderbar
vermitteln. Basierend auf dem Buch "Gaggalagu" (das isländische "Kikeriki")
wurde geraten, gelernt und nicht zuletzt auch abgeleitet, warum dieses oder
jenes Wort eben so lautet. Z.B. die tschechische Ente macht nicht "quak", vielmehr
"kac" .. und das Wort für Ente lautet "kacena". Oder was hat das Brüllen des Tigers
auf Indonesisch "ngaung" mit dem indonesischen Wort "Orang-Utan" zu tun?
Hierzu konnten die Kinder auch tatsächliche Laute der Tiere kennenlernen, die
über Soundfiles eingespielt wurden.

In weiterer Folge haben sich die Kinder der Aufgabe gewidmet, neue Worte zu
kreieren. Z.B. gibt es noch kein Wort, das den Laut des Killerwales wiedergeben würde.
Jedes Kind kreierte dementsprechende Wörter (basierend auf eingespielten echten
Lauten von Killerwalen) und musste diese dann im Rahmen einer Collage einem
Killerwal zuordnen. Dabei entstanden ganze Meeresansichten mit unterschiedlichsten
Darstellungen von Killerwalen und ihrer Umgebung. Hierbei durften die Kinder ihrer
Phantasie freien Lauf lassen. Insofern gibt es nunmehr Killerwale, die mit Messer und
Gabel essen, etc. etc.


/ Marlen Schachinger & die Kinder der 3. Klasse:
Kennen Lernen, Vertrauen fassen. Die Kinder hatten Lieblingsbücher mitgebracht, erzählten darüber und lasen ihre liebsten Sätze daraus vor. Alsdann stellten sie allerhand Fragen zum Leben von Literat/innen: Was machen die den ganzen Tag, lesen sie viel, lesen sie immer, schreiben sie viel, wie viel, und was tun sie – falls sie einmal nicht lesen oder schreiben –, worüber schreiben sie und haben sie auch Lieblingsbücher … wie lange dauert es, von der Idee zum Buch, und finden sie ihre Arbeit spannend …?
Wie macht man eine Manuskriptenmappe? Und was kommt in den nächsten Wochen hinein? Davor aber sausen wir hinaus, der Kälte trotzend und sammeln alles, was sich fühlt und riecht und begreifen und hören lässt … suchen nach Wörtern wie das Moos uns dünkt oder das bröselnde holz, was hat es mit dem alten, rissigen Plastikhandschuh auf sich und ist wahrlich Nebel in der Flasche? Oder doch ein Geist? …

2. Termin / Michael Stavarič:

Diese begann mit einer Wiederholung der diversen onomatopoetischen Worte aus der
letzten Stunde. Zudem wurde eine Reimaufgabe gestellt: Was reimt sich auf das Wort
"Afrika"? Es galt nämlich in weiter Folge einen eigenen Zauberspruch zu kreieren, der
sich entweder reimt oder sonstwie rythmisch einen Sinn macht. Zunächst musste man
sich aber im klaren darüber werden, was der Zauberspruch überhaupt auslösen soll.
Hierzu hatte ich den Kindern auch ein Reimlexikon mitgebracht, das sie einsetzen
konnten. Nachdem sich alle für einen Zauberspruch entschieden und diesen notiert
hatten, galt es im Rahmen einer weiteren Collage die Folgen dieses Zauberspruches
darzustellen. Hierzu entstanden wunderbare Szenerien wie z.B. "Der-Ich-werde-Bürgermeister-
Zauberspruch" oder "Ich-lasse-den-Mond-und-die-Nacht-erscheinen-Zauberspruch" etc. etc.


/ Marlen Schachinger:
Ein Gedicht. ein Schneeballgedicht, welches die Idee des Selbstporträts aufgreift. wir betrachten Bilder von Shoshana Schueller, Frieda Kahlo, ein Porträt José Lezama Limas, sprechen darüber, was sich darin zeigt, in der Differenz zum Photo … alsdann verfertigen die Kinder eigene höchst amüsante Schneegedichte, in denen Pferden Kuchen geblasen werden und ein Lottogewinn zur coolen Überschwemmung der Badewanne mit Lego führt, Falken fliegen und Rosen, Fußbälle und Tiger …
„Ich seh', ich seh’, was du nicht ahnst“, sagt die große Moiffe zu dem kleinen Leffelu – und schon wird fabuliert und erfunden, Unterwasserwelten und fliegende Schiffe, quieckende Styroporkleidung und Leffelus Putzorden, den er für das Ende der wunderbaren Quaste an seinem langen, langen Schwanz bekam … Was daraus wohl noch werden mag? Und warum Moiffe von sie zu er mutiert, Leffelu viermal so groß wird und Moiffes Ohr umfassender als ein Schwimmbad … – das werden wir im April lesen! Freu mich schon darauf!
Außerdem bekam ich eine tolle Geschichte zur Lektüre … über ein verzaubertes Klavier, bin schon gespannt …



3. Termin / Michael Stavarič
Diesmal begaben wir uns auf die Suche nach Sternen und wie diese schmecken; ich erklärte den Kindern, was es so mit Sternen auf sich hat, warum sie strahlen und wie sich das Licht bewegt und wie Elemente im Universum entstehen und dass Sonnen auch Sterne sind, man also einen Nachthimmel ruhig auch mit Sonnen verzieren kann. Wir spielten ein "Sternenspiel", die Kinder mussten Wörter, die mit "ST" begannen, nennen, wer keines wusste, schied aus. Folglich wurde immer in Kind "Sternenkönig" oder "Sternenkönigin". Ich las den Kindern aus meinem Buch "Mathilda will zu den Sternen" vor, die Aufgabe der Kinder war es, das Buch fortzusetzen. Mathilda ist ein Schweinchen, das von den Sternen kosten will. Wie gelangt es zu den Sternen? Die Kinder entwickelten im Rahmen von Zeichnungen und kurzen Texten einen eigenen Zugang ... so wurden die Sterne etwa mit einem Lasso eingefangen.


/ Marlen Schachinger
Wir nutzen den herrlichen Morgen, gehen in den Garten und sammeln den Frühling ein, dem wir alsdann so viele Komplimente wie möglich machen, mindestens 19 … »Oh du schöner Frühlingsmorgen, an dem ich …«

Ausgehend von einer Geschichte Marlen Schachingers versuchen die Kinder, eine Illustration des Gehörten zu verfertigen, wobei das Ende des Textes – und somit die Lösung des Konkurrenzkonflikts zwischen den beiden Brüdern fehlt … in welcher Form die Kinder dieses Ende abbilden, ist ihnen überlassen: sei es zeichnerisch, als erzählender Text oder als Lied …

Besonders gespannt bin ich auf die Leffelu-Geschichten, welche die Kinder in jenem Monat, da wir keine gemeinsamen Stunden verbrachten, weiterentwickelten und niederschrieben und die sie mir nun mit großem Genuss vortrugen … Wieder einmal war die Zeit viel zu schnell um – »und wann kommst du endlich wieder???« Und weil es so lange dauerte bis bekam ich, ja, genau: eine Geschichte geschenkt :-)


4. Termin / Michael Stavarič
An unserem letzten schulischen Vormittag hatte ich die Kinder zunächst mit Übersetzungen von Kinderbüchern konfrontiert. Wie sieht ein Buch auf Koreanisch aus? Oder Tschechisch? Und wo sind die Unterschiede zum Original (Deutsch)? Wir sprachen über Bücher und kamen so zu einer recht komplexen Aufgabe: Einem ganz eigenen, neuen Kinderbuchprojekt. Ich hatte die Kinder gebeten, mir aus einer möglicherweise zunächst unsympathischen Figur, einem Blutegel, einen positiven Helden bzw. Heldin zu kreieren. Es ging darum, eine optische Entsprechung zu finden, die einerseits seinem Wesen, andererseits aber auch einer erzählten Geschichte gerecht wird.
In weiterer Folge diskutierten wir die Geschichte und erstellten, jedes Kind für sich, eine 
Probeseite. Die Figur wurde benannt und es kamen die unterschiedlichsten Szenerien zustande.


/ Marlen Schachinger
Zu Beginn bekam ich von jedem Kind einen Brief, in dem sie mir schrieben, was ihnen gefallen hatte, was sie gerne im nächsten Schuljahr (wieder) machen wollten – tolle Ideen hatten diese kreativen Köpfe für unser nächstes halbes Jahr; mehr sei derzeit hier noch nicht verraten …

Die Lektüre der Geschichten, die sie auf Basis eines Intros vom letzten Mal weitergeschrieben hatten, war spannend: Ein kleines Mädchen mit einer Vorliebe für Bücher – diese Grundidee hatten zwei Schülerinnen sich bei unserem 3. Treffen ausgedacht. Daraus entstanden Werke in unterschiedlichsten Gattungen

Anschließend las ich ihnen zwei Abschnitte aus Gertrude Stein »Die Welt ist rund« vor, wir besprachen den melodischen Duktus, den Reim sowie die Wiederholung als Strukturprinzip des Werks. Alsdann begannen die Kinder in Arbeitsgruppen das Gehörte zu zeichnen, es fortzusetzen, sich mit der Farbe Blau und den Reimen zu spielen und witzige Textvarianten rund um das Mädchen Rose zu erarbeiten: Eine pinkfarbene Brille, die eine andere Weltsicht mit sich bringt, riesige Vögel … denn: »Es war einmal eine / die es war / und die / die es war / die war es.«, so begann die Geschichte der einen Gruppe in schönstem Steinschen Duktus. Die Kinder hatten begonnen an Referenztexten zu arbeiten, ohne dies auch nur zu ahnen …


Zum Abschluss trafen beide Gruppen aufeinander; auch die anderen zwei Klassen der VS Staatz wurden hierzu eingeladen, und wir erzählten einander, was wir so trieben, in unseren Schreibstunden, lasen manche Geschichten vor und zeigten einander die entstandenen visuellen Umsetzungen. Wieder einmal war die Zeit viel zu rasch vergangenen …


Wer jedoch am 22. Juni um 18:30 in Staatz ist, darf uns gerne in der Schule besuchen, kann den Geschichten lauschen, die Illustrationen bestaunen und sich mit den Kindern sowie mit uns über das Projekt unterhalten …


… und welcher Spaß das wurde sieht man hier:
(Copyright der Bilder: STAATZerleben. Ingrid Fröschl)

2. Semester:
1. Termin:
/ Michael Stavarič:
Zunächst hatten wir uns mit Buchstaben beschäftigt, welche Buchstaben die Kinder bereits kennen und in der Schule gelernt haben, welche nicht. Wir spielten ein "Buchstabenspiel", wo ein jedes Kind ein Wort mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben bilden musste. Von den Buchstaben kam ich zur Onomatopoesie - ich erklärte die Bildung von Wörter, die auf Tierlauten basierten, z.B. der Laut des Esels wurde vorgespielt und das Wort "Iah" daraus gebildet. Es folgte ein buntes Rätselraten, wir beschäftigten uns ausführlich mit Tierklängen. Und ein jedes Kind konnte sich aussuchen, welches dieser Tiere man zu malen versuchte. Ich erzählte den Kindern, was ein Autor so alles tut, wie wichtig die Sprache und die Buchstaben sind und das man aus ihnen alles bilden kann.

/ Marlen Schachinger:
Ausgehend von Morgengeschichten, die sich auf kleine Begebenheiten und visuelle Beobachtungen der Kinder konzentrierten, wurde ihnen die Aufgabe gestellt, sich in Kleingruppen mit einem olfaktorischen Objekt auseinanderzusetzen: Sei es Lavendel oder ein Lorbeerblatt, eine Basilikumblüte oder Salbeiblätter etc. Diese zu benennen, sie genau zu betrachten und zu untersuchen, sie zu kosten und ihren Geruch assoziativ festzuhalten, stellte den Ausgangspunkt der nachfolgenden Übung dar, daraus eine Geschichte zu entwicklen, die jedoch keinesfalls den Namen der Pflanze nennen sollte, dieser hatte von den anderen aufgrund der in der Geschichte gegebenen Hinweise erraten zu werden …
Danach entwickelten wir ausgehend von drei Figuren, deren Figurenporträt wir kurz skizzierten, eine gemeinsame Geschichte in der Variante des Oral Storytellings – weshalb ich mich auf neunzehn famose Erzählungen bei unserem nächsten Treffen freuen darf!

2. Termin:
/ Michael Stavarič:
Nach einer kurzen Wiederholung der vorangegangenen Stunde (ausgewählte Onomatopoesie), widmeten wir uns heute den Bienen und ihren sinnvollen Tätigkeiten. Bienen fliegen bis zu 70 km/h schnell, männliche Bienen heißen Drohnen, es gibt eine Bienenkönigin und einen Bienentanz. Ausgehend von der Buchpublikation BIEBU, mein Bienen- und Blümchenbuch, mussten die Kinder eine eigene Version entwerfen: Eine Bienenkönigin zeichnen, diverse Bienen samt Bienenstock und, vor allem, andere Tiere als Bienen verkleiden und diese zum Bestäuben schicken. Denn: Ohne die Bienen gibt es keine Mandarinen, Marillen und Co. Au weia! Danach wurde ein Bienentanz einstudiert, denn Bienen sprechen so schließlich miteinander …

/ Marlen Schachinger:
Nach einer morgendlichen Aufwachsprachübung bilden die Kinder vier Gruppen. Ich hatte ihnen einen simplen Karton mitgebracht, der im Handumdrehen vor ihren Augen zur Guckkastenbühne wurde. Die Eckpfeiler der gemeinsamen Handlungselemente bestimmten einzelne Kinder: ein Name (Seppl), ein Ort (Wüste), ein Jahr (3020), ein Handlungselement (Zirkusclown). In jeder Gruppe zeichnet einer verantwortlich für die Geschichte, die Fremdsprache, die bildnerische und die musikalische Gestaltung einer gemeinsamen kurzen Erzählung. Eifrig wurde die Geschichte entwickelt, illustriert und ergänzt, Bühnenbilder vorbereitet, Figuren entworfen … Denn bei unserem nächsten Termin drehen wir vier kurze Filme …

3. Termin:
/ Michael Stavarič:

Wir widmeten uns in diesen Unterrichtseinheiten dem menschlichen Körper, all den seltsamen Wörter, die diesen benennen, wie Rumpf, Rippen oder Wirbel. Was das genau ist und wo es sich am Körper befindet. Die Kinder hatten die Aufgaben, einen riesenhaften Körper zu zeichnen und sich selbst die Stellen auszusuchen, wo sie diesen Körper bemalen wollen. Die Aufgabe war, einen Löwen am Körper zu verstecken, mit welchen Mitteln auch immer. Hierzu gab es anschließend eine kleine Lesung aus meinem Buch "Hier gibt es Löwen", das eben von dieser Thematik handelt. Zudem wurde wie immer gespielt, schließlich hatten die Kinder drei neue Buchstaben gelernt, das W, T und O. Wem fallen hierzu die meisten Wörter ein? Im Anschluss gab es noch eine kleine Hausübung - ich hatte sogenannte "Kritzelkarten" mitgebracht ... das sind beschichtete, bedruckte Karten mit halbfertigen Darstellungen, die immer wieder neu bekritzelt werden können. Ein jedes Kind bekam mit seiner Karte eine Aufgabe - wie z.B. in den bereits vorgedruckten Baum ein Baumhaus zu zeichen, oder in den bereits vorgedruckten Koffer den Kofferinhalt zu ergänzen, wenn man auf Urlaub fährt, etc.

/ Marlen Schachinger:
Der Dreh. Gruppe für Gruppe liest, spielt und inszeniert die während unseres letzten Termins entworfenen Geschichten. Vier Kurzfilme entstehen. Hastig werden noch Steine oder Sand gesucht, Debatten über das Finale der Geschichte geführt und diskutiert wie zwei Personen 29 Figuren halten könnten … Ein spannender Arbeitstag, an dem nach drei Einheiten alle – vielleicht etwas erschöpft, denn höchste Konzentration ist gefordert – sagen können »Klappe!«. Leider bleibt uns keine Zeit mehr, alle Filme durchzusehen … aber beim nächsten Mal.

4. Termin:
/ Michael Stavarič:

erkrankt … Wir wünschen ihm baldige Besserung!

/ Marlen Schachinger:
Zu Beginn sahen wir uns die vier Filme an, die wir das letzte Mal gedreht hatten und sprachen darüber. Alsdann stiegen wir ins Sprachspiel zur Vorbereitung der nächsten Geschichte ein, alles drehte sich um so ›schwierige‹ Dinge wie Synonyme, Antonyme und die phonematische Paraphrasie, also die lautliche Wortveränderung durch Hinzufügung (Addition) oder Streichung (Ellison) eines Buchstabens bzw. einer Silbe sowie das Spiel der Substitution.
Aus einer Phantasiereise heraus entwickelt jedes einzelne Kind eine Wintergeschichte: Die Vorgaben, Personaler Erzähler, kurzer jump-in-Beginn, ein stetig steigender Spannungsbogen. Erstaunlicherweise wurde die Aufgabe durch die vorbereitende Vorgabe, nur in jede zweite Zeile zu schreiben, ernsthaft erschwert.

4. Termin:
/ Michael Stavarič:

Weihnachtsbäume in Collagetechnik, da tummelt sich alsbald so einiges im Geäst, Vogelvieh und bequeme Stühle, Kakteen obendrein …

/ Marlen Schachinger:
Wir stellten unsere Wintergeschichten fertig, begannen eine Illustration dieser durch Collagen ergänzt mit Stempeltechnik.

Wenig Zeit, denn in der zweiten Einheit trafen wir schon auf Michaels Gruppe, die uns von ihrem Tun erzählten und denen wir von unserem berichteten und manche der Wintergeschichten vorlasen, bevor wir uns daran machten, Schokoladeschneemänner, -frauen und -bären zu verspeisen … Bis zum neuen Jahr ;-)


Und hier unsere vier Filme aus der Guckkastenbühne:
1. Das geheime Wüstenversteck
2. Die fremde Sprache
3. Kampf in der Wüste
4. Beim Sandburgenwettbewerb